LENS-AI Studie
(Educational) Leadership, Einstellungen, Nutzungstypen und schulische Transformationsprozesse im Kontext Künstlicher Intelligenz
KI als Privileg der Lehrkräfte? Habituelle Barrieren und asymmetrische Nutzung in Schulen - Haltungen und Nutzungsmuster von Lehrkräften zu KI in Baden-Württemberg
Abstract
Diese Studie untersucht das Paradoxon der asymmetrischen Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) im K-12-Bildungsbereich, bei dem Lehrkräfte KI-Tools für persönliche und berufliche Zwecke nutzen, während sie den Schülerzugang einschränken. Basierend auf Daten der LENS-AI-Studie (N=381) aus Baden-Württemberg identifizieren wir ein konsistentes Muster: Lehrkräfte agieren als Gatekeeper, die von generativer KI profitieren, während sie Schüler:innen vor deren Nutzung schützen. Unsere Umfrage zeigt, dass 77% der deutschen Lehrkräfte KI privat nutzen, aber nur 64% sie im Unterricht einsetzen und 57% die Schülernutzung für Ideenfindung vollständig verbieten.
Kernfakten
der Lehrkräfte nutzen KI privat
nutzen KI im Unterricht
verbieten Schüler:innen KI für Ideenfindung
berichten positivere Einstellung nach Nutzung
der Bedenken betreffen kognitive Risiken
sehen hohen Fortbildungsbedarf
Zentrale Erkenntnisse
Nutzungsparadox
77% nutzen KI privat, aber nur 64% im Unterricht, und 57% verbieten Schülernutzung - asymmetrisches Gatekeeper-Verhalten
Erfahrung fördert positive Einstellungen
Unterrichtliche KI-Nutzung zeigt stärkere positive Korrelationen mit Spaß (ρ=.57) und wahrgenommener Lebensverbesserung (ρ=.49) als nur private Nutzung
Gatekeeper-Effekt
89% der Bedenken zur Schüler-KI-Nutzung fokussieren auf kognitive Risiken wie 'Verlust kritischen Denkens'
Studienautoren
Daniel Autenrieth & Dr. Jan-René Schluchter
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg